Wie hoch ist deine persönliche Inflationsrate?

Die offiziellen Werte mitteln alle Haushalte. Deine echte Inflation hängt davon ab, wofür du wirklich Geld ausgibst.

{{ __t('your_basket') }}

{{ __t('basket_hint') }}

{{ __t('th_category') }} {{ __t('th_official_weight') }} (%) {{ __t('th_your_weight') }} (%) {{ __t('th_inflation') }} (%/{{ __t('year_short') }})
{{ __t('cat_' + cat.key) }} {{ cat.officialWeight.toFixed(1) }}
{{ __t('th_sum') }} {{ result.officialSum.toFixed(1) }} {{ result.yourSum.toFixed(1) }}
{{ __t('sum_warning') }}: {{ __t('sum_warning_text') }}

{{ __t('official_rate') }}
{{ result.officialRate.toFixed(2) }} %
{{ __t('per_year') }}
{{ __t('personal_rate') }}
{{ result.personalRate.toFixed(2) }} %
{{ __t('per_year') }}
{{ __t('difference') }}
{{ result.diff >= 0 ? '+' : '' }}{{ result.diff.toFixed(2) }} pp
{{ __t('percentage_points') }}
{{ __t('purchasing_power_section') }}

{{ __t('in_5_years') }}: {{ fmt(result.value5y) }} € {{ __t('equiv_today') }}

{{ __t('in_10_years') }}: {{ fmt(result.value10y) }} € {{ __t('equiv_today') }}

{{ __t('loss_5y') }}: −{{ fmt(incomeMonthly - result.value5y) }} €

Warum unterscheidet sich deine Inflation von der offiziellen?

Die offizielle Inflationsrate (VPI / HVPI) gewichtet jede Ausgaben-Kategorie mit dem Durchschnitt aller Haushalte. Du gibst aber wahrscheinlich nicht 26 % für Wohnen aus — vielleicht 40 %, wenn du in einer Großstadt zur Miete wohnst, oder 15 %, wenn dein Haus abbezahlt ist. Steigen genau in deinen Hauptkategorien die Preise stark, ist deine echte Inflation deutlich höher als die statistische Durchschnittsrate.

Was bedeutet das für Sparen und Investieren?

Wenn deine persönliche Inflation z. B. bei 5 % liegt, brauchst du eine reale Anlagerendite von über 5 % nach Steuern, um Kaufkraft zu erhalten. Tagesgeld bei 3 % bedeutet konkret: jedes Jahr 2 % real weniger Kaufkraft. Über 10 Jahre summiert sich das auf rund 18 % Verlust — bei 3.000 € Einkommen heute entspricht das in 10 Jahren effektiv ca. 2.460 €. Diversifizierte ETF-Sparpläne oder Sachwerte sind klassische Inflations-Absicherungen.

Wichtige Hinweise zur Berechnung

  • Die voreingestellten Inflationsraten pro Kategorie sind Richtwerte — passe sie an deine reale Erfahrung an.
  • Eigenes Wohneigentum mit abbezahltem Kredit verändert die Rechnung stark — Heizen/Strom bleibt, Miete entfällt.
  • Lohnerhöhungen sollten mindestens mit der persönlichen Inflation Schritt halten — gute Gesprächsbasis bei Gehaltsverhandlungen.

Warum die offizielle Inflation an deinem Leben vorbeigeht

Die offizielle Inflationsrate ist ein Durchschnitt über alle Haushalte. In Deutschland berechnet das Statistische Bundesamt sie aus dem Verbraucherpreisindex (VPI), der einen festen Warenkorb aus rund 700 Gütern und Dienstleistungen mit jeweils festgelegten Gewichten enthält — beispielsweise 25,9 Prozent für Wohnen inklusive Energie (Stand Basis 2020). Das Problem: Niemand konsumiert wie der statistische Durchschnitt. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern in einer teuren Stadt hat einen ganz anderen Warenkorb als ein Single in der Provinz oder ein Rentnerpaar im eigenen Haus. Wer 40 Prozent seines Einkommens für Miete und Energie ausgibt, spürt eine Energiepreiskrise wie 2022 doppelt so stark wie der Durchschnitt — die persönliche Inflation kann dann leicht 3 Prozentpunkte über dem offiziellen Wert liegen.

Die persönliche Inflationsrate ist deshalb ein viel ehrlicheres Bild der eigenen finanziellen Realität als die Tagesschau-Zahl. Zwischen Mitte 2022 und Anfang 2023 lag die offizielle Inflation in Deutschland mehrere Monate über 8 Prozent — Haushalte mit hohem Energieanteil erlebten je nach Heizart sogar 12 bis 15 Prozent persönliche Inflation, während Haushalte mit vermietetem Wohneigentum und fixem Mietvertrag eher bei 6 bis 7 Prozent landeten. Gleichzeitig blieben digitale Dienste, Telekommunikation und Elektronik nahezu preisstabil oder verbilligten sich sogar. Ein hoher Tech-Anteil im Warenkorb dämpft die Inflation also, ein hoher Anteil an Lebensmitteln und Energie verstärkt sie.

Die persönliche Inflationsrate ist auch ein nützliches Werkzeug für Verhandlungen und Planung: Wenn deine persönliche Rate bei 5 Prozent liegt und der Tarifabschluss 2,5 Prozent bringt, weißt du, dass du real einen Kaufkraftverlust von 2,5 Prozent erleidest — ein konkretes Argument bei Lohnverhandlungen. Bei der Altersvorsorgeplanung ist die Realrendite (Nominalrendite minus persönliche Inflation) entscheidend; eine ETF-Rendite von 6 Prozent bei 4 Prozent persönlicher Inflation entspricht real nur 2 Prozent Vermögensaufbau. Wer Bargeld-Reserven hortet, verliert bei 5 Prozent persönlicher Inflation in 10 Jahren rund 40 Prozent der Kaufkraft — ein starkes Argument gegen übermäßige Cash-Quoten.

Die Formel hinter dem Rechner

Die persönliche Inflationsrate ist der gewichtete Durchschnitt der Inflationsraten in den Konsumkategorien — mit deinen Gewichten statt denen des Statistischen Bundesamts:

persönliche_Inflationsrate = Summe ( Gewicht_i * Inflation_i ) / 100
Kaufkraft_in_n_Jahren = heutiges_Einkommen * (1 - Inflationsrate/100)^n

Konkrete persönliche Inflationsraten

Die folgenden Beispiele verwenden plausible Annahmen für die jeweilige Lebenssituation.

  • Mietende Familie in Großstadt: 40 % Wohnen+Energie (Inflation 5 %), 18 % Lebensmittel (4,5 %), 12 % Transport (4 %), Rest 3 %. Persönliche Rate: 4,1 % p. a. — bei 3.000 € Einkommen sind das in 5 Jahren ein Kaufkraftverlust von rund 562 €/Monat.
  • Eigenheim-Besitzer ohne Energiekrise: 22 % Wohnen+Energie (2 %), 12 % Lebensmittel (4 %), 13 % Transport (3 %), Rest 2 %. Persönliche Rate: 2,7 % p. a.
  • Single mit Auto-Pendelweg: 25 % Wohnen+Energie (4 %), 10 % Lebensmittel (4 %), 20 % Transport (6 %), 5 % Restaurants (5,5 %), Rest 3 %. Persönliche Rate: 4,2 % p. a.
  • Rentner-Ehepaar mit fixem Mietvertrag: 30 % Wohnen+Energie (3 %), 18 % Lebensmittel (4,5 %), 8 % Gesundheit (3 %), Rest 2 %. Persönliche Rate: 3,1 % p. a.
  • Vielreisender Single ohne Auto: 30 % Wohnen+Energie (3 %), 8 % Lebensmittel (4 %), 8 % Transport (5 %), 15 % Freizeit/Reisen (4 %), 5 % Restaurants (5,5 %), Rest 2 %. Persönliche Rate: 3,5 % p. a.

Grenzen des Rechners

Der Rechner ist eine Modellvereinfachung mit elf Hauptkategorien — die offizielle COICOP-Klassifikation des Statistischen Bundesamts verwendet rund 700 Einzelgüter. Innerhalb einer Kategorie können sich Preise unterschiedlich entwickeln: Wer in der Kategorie Lebensmittel nur Markenprodukte kauft, erlebt eine andere Inflation als Discounter-Käufer. Die Inflationsraten pro Kategorie schwanken zudem stark — wer mit Annahmen rechnet, sollte die aktuellen Destatis-Werte als Orientierung nutzen (online unter destatis.de unter dem Stichwort Verbraucherpreise). Außerdem ändert sich der eigene Konsum über die Zeit: Eine Familie in der Wachstumsphase hat einen anderen Warenkorb als 20 Jahre später. Der Rechner zeigt eine Momentaufnahme — keine prognostische Sicherheit. Diese Seite ist Information und Bildung, keine professionelle Finanzberatung.

Häufige Fragen zur persönlichen Inflation

Warum ist meine Inflation höher als die offizielle?
Weil dein Warenkorb nicht dem statistischen Durchschnitt entspricht. Wer einen überdurchschnittlich hohen Anteil seines Budgets für Energie, Lebensmittel und Wohnen ausgibt, wird bei steigenden Preisen in genau diesen Kategorien stärker getroffen. Geringverdiener-Haushalte haben statistisch eine um 1 bis 2 Prozentpunkte höhere Inflation als Spitzenverdiener, weil sie einen größeren Anteil für Grundbedarf ausgeben — der DIW-Inflationsmonitor weist diese Effekte regelmäßig aus.
Wie kann ich meine persönliche Inflation senken?
Indirekt durch die Veränderung des Warenkorbs: Eigenheim mit fixer Finanzierung statt steigender Miete, energetische Sanierung gegen die Energie-Inflation, Eigenversorgung mit Photovoltaik plus Wärmepumpe. Auch das Substituieren teurer Markenprodukte durch Eigenmarken (typisch 20-40 % günstiger), Carsharing statt eigenem Auto in der Stadt oder Wechsel des Mobilfunkanbieters wirken — wenn auch in kleinerem Umfang. Die Inflationsrate selbst lässt sich nicht beeinflussen, der eigene Konsum schon.
Wie verlässlich sind die offiziellen Inflationszahlen?
Methodisch sehr verlässlich — das Statistische Bundesamt erhebt monatlich rund 300.000 Einzelpreise in ganz Deutschland. Aber der Verbraucherpreisindex misst eben den Durchschnitt aller Haushalte; persönliche Abweichungen sind keine Messfehler, sondern reale Unterschiede in der Lebensrealität. Kritiker werfen dem Index manchmal die Berücksichtigung sogenannter Qualitätsverbesserungen vor (z. B. Smartphone wird leistungsfähiger bei gleichem Preis); diese hedonische Bewertung folgt internationalen Standards (Eurostat HICP) und ist methodisch sauber, kann aber gefühlte Preissteigerungen unterschätzen.
Was bedeutet Inflation für meine Ersparnisse?
Bei 3 Prozent Inflation pro Jahr verliert ein Euro in 10 Jahren rund 26 Prozent seiner Kaufkraft, in 20 Jahren etwa 45 Prozent. Tagesgeld zu 3 Prozent gleicht das gerade aus — netto nach 26,375 Prozent Abgeltungsteuer bleibt aber nur 2,2 Prozent Nettozins, womit du gegen 3 Prozent Inflation real 0,8 Prozent pro Jahr verlierst. Wer langfristig Kaufkraft erhalten will, kommt an einer Aktien- oder ETF-Komponente kaum vorbei — historisch lagen reale Aktienrenditen breit gestreuter Welt-Indizes bei rund 5 Prozent pro Jahr.
Wie wirkt Inflation auf Schulden?
Inflation entwertet nominal fixierte Schulden — das ist der Hauptgrund, warum Staaten in Inflationsphasen historisch nicht unzufrieden waren. Wer 200.000 Euro Kredit zu 3 Prozent Sollzins hat und 4 Prozent persönliche Inflation erlebt, zahlt real nur 1 Prozent Zinsen. Voraussetzung ist allerdings, dass das eigene Einkommen mindestens mit der Inflation steigt. Geht das Einkommen nominal zurück oder bleibt es konstant, wird die Schuldenlast real schwerer.
Wie hoch ist die Inflation 2026 in Deutschland?
Aktuelle Werte werden monatlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Nach dem Inflationspeak 2022/23 mit zeitweise über 10 Prozent (Energiepreiskrise) ist die Rate 2024 deutlich gesunken und liegt mittelfristig im Bereich des EZB-Ziels von 2 Prozent. Mittel- bis langfristig erwartet die Deutsche Bundesbank Werte zwischen 2 und 3 Prozent. Die persönliche Inflation kann je nach Lebensumständen deutlich abweichen — der Rechner oben hilft beim Durchspielen.

Weitere passende Rechner

  • Zinseszinsrechner — Vergleiche die nominale Sparrendite mit deiner persönlichen Inflation, um die reale Vermögensentwicklung zu sehen.
  • Realer Stundenlohn — Berechne deinen echten Stundenlohn nach Steuer und arbeitsbedingten Kosten.
  • Mehrwertsteuerrechner — Zur Aufschlüsselung von Brutto/Netto bei Konsumgütern und Energiepreisen.
Trade Republic
Trade Republic