Jede Sekunde zählt. Finde sofort den nächsten öffentlichen Defibrillator und ruf bei Bedarf direkt 112.
Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) ist ein tragbares Gerät, das bei plötzlichem Herzstillstand Leben rettet. Es analysiert den Herzrhythmus und gibt bei Bedarf einen elektrischen Schock ab. Moderne Geräte führen Laien per Sprachansage durch alle Schritte — Vorkenntnisse sind nicht nötig. In den ersten 3-5 Minuten nach einem Kreislaufstillstand entscheidet jede Minute über Überleben oder Tod.
Deine Standortdaten verlassen niemals dein Gerät. Die Geolokalisierung läuft ausschließlich im Browser über die navigator.geolocation-API, und wir senden weder Koordinaten noch Bewegungsmuster an unsere Server. Es gibt kein Tracking, keine Cookies für Profilbildung und kein Konto, das du anlegen müsstest — die Karte funktioniert sofort und anonym.
Alle AED-Standorte stammen aus OpenStreetMap und werden live über die Overpass-API geladen. Markiert werden Punkte mit dem Tag emergency=defibrillator. OSM ist ein freies, von Freiwilligen gepflegtes Weltkartenprojekt — die Daten sind tagesaktuell, aber unvollständig. Wenn du einen AED kennst, der hier fehlt, kannst du ihn selbst eintragen.
Ein plötzlicher Herzstillstand wirkt überwältigend, doch die richtigen Handgriffe sind erstaunlich einfach. Mit jeder Minute ohne Defibrillation sinkt die Überlebenschance um etwa 10 Prozent — wer in den ersten Minuten handelt, rettet Leben. Folge dieser Reihenfolge, ruhig und entschlossen:
Reanimationsleitlinien weltweit beschreiben fünf Glieder einer „Überlebenskette": (1) Herzstillstand früh erkennen und Notruf wählen, (2) sofortige Herzdruckmassage durch Laien, (3) frühe Defibrillation mit einem AED, (4) erweiterte Maßnahmen durch Rettungsdienst, (5) Nachsorge in der Klinik. Bricht ein Glied, sinkt die Überlebenschance dramatisch.
Die meiste Zeit verlieren wir vor der Defibrillation. Studien zeigen: Wer in den ersten drei Minuten einen Schock erhält, hat über 70 Prozent Überlebenschance. Nach zehn Minuten ohne Reanimation ist die Chance praktisch null. Ein AED in Griffweite ist deshalb wertvoller als jedes andere medizinische Gerät — und du, der jetzt diesen Text liest, bist im Ernstfall die schnellste verfügbare Hilfe.
Herzdruckmassage ersetzt die Pumpfunktion des Herzens und hält Gehirn und Organe am Leben, bis ein AED oder Rettungsteam eintrifft. Vier Dinge musst du wissen:
Falsche Reanimation ist deutlich besser als gar keine. Wenn du dir unsicher bist: drück. Drück hart. Drück schnell. Hör nicht auf.
AEDs hängen typischerweise an stark frequentierten öffentlichen Orten: Bahnhöfen, Flughäfen, Schwimmbädern, Sportstätten und Fitnessstudios, Schulen und Universitäten, Rathäusern, Einkaufszentren, großen Bürogebäuden und zunehmend an Tankstellen sowie in Apotheken. In vielen Städten markiert ein grünes Herz-mit-Blitz-Symbol das Gerät.
Diese Karte zeigt alle AEDs, die in OpenStreetMap erfasst sind. Die tatsächliche Zahl ist deutlich höher — viele Geräte hängen unbemerkt in Foyers oder Lobbies. Wenn du einen AED kennst, der hier fehlt, trag ihn auf openstreetmap.org ein. Jeder zusätzliche Eintrag rettet potenziell ein Leben.
Alle Standorte stammen aus dem freien Weltkartenprojekt OpenStreetMap (OSM). Konkret werden alle Objekte mit dem Tag emergency=defibrillator über die Overpass-API live abgefragt, sobald du einen Kartenausschnitt heranzoomst. Es gibt keinen Zwischenspeicher mit veralteten Daten — was OSM heute hat, siehst du hier.
OSM-Daten werden von Freiwilligen weltweit gepflegt — Mappern, Rettungsorganisationen, Schulen, Stadtverwaltungen. Allein in Deutschland sind mehrere zehntausend AEDs erfasst, und die Zahl wächst täglich. Lücken sind aber unvermeidbar. Falls dir vor Ort einer fehlt, kostet das Eintragen auf openstreetmap.org nur ein paar Minuten und hilft allen.
In Deutschland ist unterlassene Hilfeleistung nach §323c StGB strafbar. Wer dagegen erste Hilfe leistet, ist über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert — auch dann, wenn etwas schiefgeht. Du haftest also nicht für Folgeschäden, solange du nach bestem Wissen handelst. In Österreich und der Schweiz gelten vergleichbare Regelungen, in den USA schützen sogenannte Good-Samaritan-Laws Ersthelfer.
Was du wissen solltest: Ein Laienhelfer wird in der Regel nicht zur Rechenschaft gezogen, wenn die Patientin oder der Patient durch die Reanimation z. B. Rippenbrüche erleidet — solche Verletzungen sind bei korrekter Herzdruckmassage erwartbar und akzeptiert. Auch die Nutzung eines AED durch Nicht-Mediziner ist ausdrücklich erlaubt und in vielen Ländern sogar gesellschaftlich erwünscht.
Praktisch nicht. Der AED analysiert vor jedem Schock selbst, ob das Herz wirklich defibrilliert werden muss — bei normalem Rhythmus löst er nicht aus, egal welchen Knopf du drückst. Und Herzdruckmassage funktioniert auch dann, wenn du anatomisch nicht alles perfekt triffst. Der einzige echte Fehler ist, gar nichts zu tun.
Die meisten AED-Sets enthalten einen Einwegrasierer und ein Tuch. Bei starker Behaarung Pads aufkleben, kräftig wieder abreißen (so wird Haar mit entfernt) und neue Pads ankleben. Feuchte Haut vorher kurz abtrocknen — Wasser leitet den Strom und verringert die Wirkung. Bei Schnee, Regen oder Schwimmbad: Patient nach Möglichkeit unter ein Dach bringen, dann abtrocknen.
Ja. Bei Kindern unter etwa acht Jahren bzw. 25 kg sind spezielle Kinder-Pads ideal, die den Energiestoß reduzieren. Sind keine Kinderelektroden verfügbar, dürfen im Notfall auch die normalen Erwachsenen-Pads verwendet werden — die offizielle Empfehlung lautet eindeutig: lieber ein erwachsener Schock als gar kein Schock. Pads dann auf Brust und Rücken kleben, damit sie sich nicht berühren.
In Deutschland bieten Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser, Johanniter, Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bundesweit Kurse — meistens an Wochenenden, oft als 9-Stunden-Grundkurs. In Österreich z. B. Rotes Kreuz und Samariterbund, in der Schweiz Samariter und SRC. Viele Arbeitgeber übernehmen die Kosten. Frischt euer Wissen alle 2-3 Jahre auf.
Nein. Die Geolokalisierung läuft ausschließlich im Browser auf deinem Gerät. Wir sehen weder deine Koordinaten noch deinen Suchverlauf. Die Karte fragt nur die im sichtbaren Ausschnitt liegenden OSM-Daten ab — anonym, ohne Login und ohne Tracking-Cookies.
Bei einem Kreislaufstillstand sinkt die Ueberlebenswahrscheinlichkeit pro Minute ohne Reanimation um etwa 10 Prozentpunkte. Nach 10 Minuten ohne Schock und ohne Herzdruckmassage ist die Chance praktisch null. Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) — in OSM als emergency=defibrillator erfasst — kann diesen Verlauf umkehren: jeder gesetzte Schock innerhalb der ersten 3 Minuten erhoeht die Ueberlebenswahrscheinlichkeit auf weit ueber 60 Prozent. Deshalb ist die einzige relevante Frage in einem solchen Moment: Wo ist der naechste AED, und ist er gerade erreichbar? Genau diese Frage beantwortet die Karte, ohne dass du dich anmelden, eine App installieren oder Geld bezahlen musst.
Wir nutzen ausschliesslich Daten aus OpenStreetMap. Das hat einen klaren Vorteil gegenueber proprietaeren AED-Datenbanken: OSM-Daten sind weltweit verfuegbar, aktualisierbar von jeder Person und nicht an die Hoheit einer einzelnen Hilfsorganisation gebunden. Pro AED zeigen wir zusaetzlich indoor/outdoor, access (oeffentlich zugaenglich vs. privat), opening_hours und vor allem defibrillator:location — die Freitextangabe, wo genau im Gebaeude das Geraet haengt (z.B. "Eingangshalle Suedost neben dem Aufzug"). Im Ernstfall ist diese Beschreibung Gold wert, weil sie 30 Sekunden Suchen erspart.
Die App funktioniert offline (Service-Worker, "Zur Startseite hinzufuegen"), weil ein Telefonnetz oder mobile Daten im Notfall ausfallen koennen. Beim ersten Aufruf laden sich Kartenausschnitt und Symbole in den Browser-Cache; spaeter brauchst du nur noch Standortdaten ueber das Geraet — Karte und letzte AED-Position bleiben sichtbar. Du brauchst dafuer keinen Account und kein Tracking. Wir empfehlen ausdruecklich: installiere die Karte auf deinem Smartphone-Homescreen als PWA. Sie ist dann genauso schnell verfuegbar wie jede andere App.
Die Karte ist nicht nur fuer den Notfall gedacht. Sie ist auch ein Werkzeug zur Praevention, fuer Trainer, Schulleitungen und Vereine:
defibrillator:location-Hinweis vor, damit ein Helfer ohne Suche zum Geraet rennen kann.emergency=defibrillator.Alle AED-Standorte stammen aus OpenStreetMap und werden ueber die Overpass-API live aus dem Kartenausschnitt geladen. OSM-Daten stehen unter der Open Database License (ODbL). Wenn du einen AED kennst, der nicht erfasst ist, kostet dich der Eintrag fuenf Minuten: Account auf openstreetmap.org anlegen, iD-Editor oeffnen, Punkt setzen, Tags emergency=defibrillator, indoor=yes/no, access=yes/private, opening_hours und defibrillator:location ergaenzen — speichern. Das Geraet erscheint dann beim naechsten Karten-Refresh nicht nur hier, sondern in jeder OSM-basierten AED-App weltweit.
Eine OSM-Karte ersetzt keine offizielle AED-Registrierung der Rettungsleitstelle. Crowdsourcing heisst: in urbanen Gebieten ist die Abdeckung sehr gut, in laendlichen Regionen kann sie unvollstaendig sein. Ein eingetragener AED ist nicht zwangslaeufig aktuell wartet, geladen und entsperrt: Auch wenn der Tag access=yes gesetzt ist, kann das Geraet hinter einer abgeschlossenen Tuer haengen, wenn die Filiale geschlossen ist (deshalb pruefen wir opening_hours). Im echten Notfall ist deshalb immer Schritt eins: 112 anrufen (in Europa) bzw. das landesspezifische Notrufnetz. Der Disponent kennt zusaetzlich die offiziellen AED-Register der Region und kann gegenpruefen.
Wichtiger Hinweis: Diese Inhalte dienen der Aufklärung und ersetzen keinen Erste-Hilfe-Kurs oder ärztliche Beratung. Bei medizinischen Notfällen rufe sofort den Notruf: 112 in der EU, 911 in den USA, 999 in Großbritannien, 119 in Japan, 120 in China.