Lokale Buchläden mit Charakter, Stadtbibliotheken zum Schmökern und Bücherschränke für den spontanen Tausch — alles auf einer Karte.
Diese Karte vereint drei Wege, an Bücher zu kommen: unabhängige Buchhandlungen (oft mit kuratiertem Sortiment, Antiquariat, Lesungen und persönlicher Beratung), öffentliche Bibliotheken (riesiger Bestand, kostenlos oder fast kostenlos mit Ausweis, inklusive E-Book-Ausleihe) und öffentliche Bücherschränke (zum freien Mitnehmen und Hineinstellen, kein Konto, keine Gebühr). Bücherschränke entstehen oft als ehrenamtliche Initiative in alten Telefonzellen oder umgebauten Vitrinen — eine schöne Mischung aus Nachbarschaft, Recycling und Lesefreude. Im Popup siehst du Öffnungszeiten, Webseite und (bei Bücherschränken) die Kapazität.
Standorte stammen aus OpenStreetMap und werden live über die Overpass-API geladen. Verwendete Tags: shop=books (Buchhandlungen, inkl. Antiquariate mit second_hand=only), amenity=library (öffentliche und Universitätsbibliotheken) und amenity=public_bookcase (Bücherschränke). OSM ist eine von Freiwilligen gepflegte Weltkarte — neue Bücherschränke in deiner Nachbarschaft kannst du selbst eintragen: openstreetmap.org → Account → "iD"-Editor → Position klicken → Tag setzen → speichern. Innerhalb von Minuten erscheint der Standort hier auf der Karte.
Ein freier Bücherschrank für die Nachbarschaft: jeder darf jederzeit Bücher entnehmen oder hineinstellen, kostenlos, ohne Anmeldung. Oft in umfunktionierten Telefonzellen, alten Vitrinen oder eigens gebauten Holzkonstruktionen. Initiativen wie "Little Free Library" (USA, weltweit über 175.000 Kästen) oder "Bücherschrank.de" (DACH) koordinieren das Konzept, viele sind aber rein lokal entstanden. Geöffnet 24/7 — meist sind sie aus Wetterschutzgründen mit einer Tür ausgestattet.
Drei einfache Regeln: (1) Geben und nehmen — wer ständig nur Bücher entnimmt, schadet dem System. Ideal ist 1:1. (2) Qualität rein — Bücher in gutem Zustand, nicht beschmutzt, nicht beschädigt, kein Spam wie alte Telefonbücher. (3) Inhalte beachten — kein politisch extremes oder kommerziell-werbliches Material. Auf der offiziellen BookCrossing.com kannst du Bücher mit ID-Sticker freilassen und ihre Reise verfolgen — eigene Bewegung, gegründet 2001.
Lesen vor Ort und Recherchieren ist überall kostenlos. Für das Ausleihen brauchst du in den meisten Ländern einen Ausweis: Kosten typisch 0-25 € pro Jahr, in vielen Großstädten bis 18 oder 25 Jahre kostenlos. In den USA und UK sind Stadtbibliotheken meist komplett kostenlos. Bei verspäteter Rückgabe fallen kleine Mahngebühren an (oft 0,50 € pro Woche pro Buch). Universitätsbibliotheken sind für eingeschriebene Studenten kostenlos.
Eine wachsende Bewegung: Bibliotheken, die nicht nur Bücher, sondern Werkzeuge (Bohrmaschinen, Drehmomentschlüssel), Spielzeug, Sportausrüstung, Küchengeräte (Eismaschine, Dampfentsafter) oder sogar Musikinstrumente verleihen. Idee: was man nur ein paarmal im Jahr braucht, muss man nicht kaufen. Auf dieser Karte sind diese als library getaggt — schau im Popup nach Tag service:tools, service:games oder ähnlichem. Beispiel: "Leila" (Berlin), "Library of Things" (London), "Bibliotheek van Dingen" (Amsterdam).
Diese Karte läuft vollständig im Browser. Deine Position wird nicht an unsere Server gesendet — sie wird ausschließlich genutzt, um den Kartenausschnitt zu zentrieren. Kartendaten kommen von OpenStreetMap.
Alle Punkte stammen aus OpenStreetMap und werden live über die Overpass-API abgerufen. Fehlt etwas oder ist falsch eingetragen? Jeder kann es direkt in OpenStreetMap korrigieren — die Karte zeigt die Änderung kurz darauf.
Buchhandlungen, oeffentliche Bibliotheken und kleine Buecherschraenke am Strassenrand teilen sich eine Eigenschaft: Sie verschwinden oft im Hintergrund einer Stadt. Google Maps zeigt zwar die grosse Stadtbibliothek, aber den kleinen Buecherschrank in der Seitenstrasse oder das unabhaengige Antiquariat im Hinterhof findest du selten ueber eine Suche. Genau diese Luecke schliesst die Buecher-Karte: Sie aggregiert drei OSM-Datenklassen in einer Ansicht und macht damit das gesamte literarische Oekosystem einer Stadt sichtbar — von der Universitaetsbibliothek bis zum ehrenamtlich gepflegten Tausch-Schrank.
Die oeffentlichen Buecherschraenke sind ein besonders schoenes Beispiel fuer das, was OSM auszeichnet. In Deutschland und Oesterreich gibt es geschaetzt mehrere tausend dieser Public Bookcases oder "Little Free Libraries". Ehrenamtliche kartieren sie mit dem Tag amenity=public_bookcase mitsamt Kapazitaet, Material (Holzkonstruktion, alte Telefonzelle, umgebaute Schrank) und Betreiber. Auf kommerziellen Karten tauchen sie kaum auf — bei uns ja, weil OSM keine Auswahl trifft, sondern jedes Objekt aufnimmt, das eine Community fuer relevant haelt.
Buchhandlungen lassen sich ueber shop=books finden, mit weiterfuehrenden Tags fuer books=antiquarian (Antiquariat), books=second_hand (gebrauchte Buecher) oder Spezialisierungen wie books:topic=comic. Bibliotheken bekommen amenity=library; ueber library:type kann man oeffentliche, akademische und Spezialbibliotheken unterscheiden. Wer einen Lese-Trip plant — z.B. eine Liste unabhaengiger Buchhandlungen in Leipzig zur Buchmesse oder in Frankfurt zur Buchmesse — bekommt mit dieser Karte einen Ueberblick, fuer den man sonst in mehreren Kataloganfragen wuehlen muesste.
Wir lesen die folgenden Tags aus OSM. Die offiziellen Definitionen findest du im OSM-Wiki.
amenity=library — Oeffentliche Bibliothek, Universitaetsbibliothek oder Speziallbibliothek.shop=books — Buchhandlung mit Schwerpunkt auf neuen Buechern.amenity=public_bookcase — Oeffentlicher Buecherschrank "nimm eins, gib eins".library:type=public|academic|special — Typ der Bibliothek — wichtig fuer Studierende und Forschende.books=antiquarian|second_hand|new — Sortimentsschwerpunkt: neu, gebraucht oder antiquarisch.capacity + opening_hours — Faecher/Volumen und Oeffnungszeiten — entscheidend fuer einen kurzen Stopp.So setzen unsere Nutzerinnen die Karte ein:
Die Daten stammen direkt von OpenStreetMap und stehen unter der Open Database License (ODbL). Wir holen sie bei jeder Verschiebung der Karte frisch ueber die Overpass-API — du siehst also den aktuellen Stand. OSM-Aenderungen sind ueblicherweise nach wenigen Minuten in Overpass abrufbar. Wenn dir auffaellt, dass ein Buecherschrank nicht mehr existiert oder eine Buchhandlung neu eroeffnet hat, kannst du das direkt auf openstreetmap.org aendern. Praktische Apps fuer schnelle Korrekturen sind StreetComplete und Every Door.
Was nicht in OSM steht, sehen wir auch nicht. Buchhandlungen, die nur als generisches shop=convenience oder gar nicht getaggt sind, fehlen. Die Abdeckung oeffentlicher Buecherschraenke variiert stark: In Berlin oder Hamburg sind hunderte Eintraege vorhanden, in laendlichen Regionen oft kaum welche. Auch die Aktualitaet liegt im Auge der jeweiligen Community — ein geschlossener Tausch-Schrank kann monatelang als aktiv markiert bleiben, bis jemand das Tag disused:amenity setzt. Wenn du eine wichtige Buchhandlung oder einen lebendigen Schrank entdeckst, der noch fehlt: bitte mit eintragen. Buecher-Communitys wachsen mit jedem Beitrag.
opening_hours, website und phone. Tiefergehende Infos zu Lese-Saelen, WLAN, Steckdosen oder Kinderbereichen findest du auf der Website der Bibliothek oder direkt auf der OSM-Detailseite via Klick auf den Marker — und du kannst die Karte gerne ergaenzen, wenn dir nuetzliche Tags fehlen.