Berechne deinen Body-Mass-Index und finde deine WHO-Kategorie heraus.
Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Kennzahl, die das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße beschreibt. Er wird berechnet, indem das Gewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt wird. Der BMI dient als grober Richtwert zur Einschätzung, ob eine Person unter-, normal- oder übergewichtig ist, und wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Standardindikator verwendet.
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Sportler mit viel Muskelmasse können einen hohen BMI haben, obwohl sie gesund sind. Ebenso berücksichtigt der BMI weder Alter, Geschlecht, Körperbau noch die Verteilung des Körperfetts. Er sollte daher als erster Anhaltspunkt betrachtet werden — für eine umfassende Beurteilung ist ärztliche Beratung empfehlenswert.
Der Body-Mass-Index wurde 1832 vom belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet eingeführt und war ursprünglich kein medizinischer Test, sondern eine bevölkerungsstatistische Kennzahl. Erst 1972 prägte der US-Physiologe Ancel Keys in einer Arbeit im Journal of Chronic Diseases den heutigen Begriff 'Body Mass Index' und zeigte, dass das Verhältnis Gewicht zu Körpergröße im Quadrat besser mit dem Körperfettanteil korreliert als andere damals üblichen Indizes. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) übernahm die Grenzwerte 18,5 / 25 / 30 in den 1990er-Jahren als Referenz für epidemiologische Vergleiche.
Der BMI ist also eine grobe Annäherung an die Körperzusammensetzung anhand zweier leicht messbarer Größen. Er sagt nichts darüber aus, wie viel Muskel-, Fett- oder Wasseranteil ein Mensch hat. Bei einem Bodybuilder mit 95 kg auf 1,80 m liegt der BMI bei 29,3 — formal Übergewicht, obwohl der Körperfettanteil unter 10 % liegen kann. Umgekehrt kann ein wenig muskulöser Mensch mit BMI 23 einen erhöhten viszeralen Fettanteil haben. Studien wie die NHANES-Auswertungen zeigen, dass BMI auf Bevölkerungsebene dennoch gut mit Diabetes-, Herz-Kreislauf- und Mortalitätsrisiko korreliert — auf individueller Ebene ist die Aussagekraft begrenzter.
Für eine genauere Einschätzung ergänzen Ärzte und Ernährungswissenschaftler den BMI häufig mit Taille-Hüft-Verhältnis (WHR), Taillenumfang, bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA) oder DEXA-Scans. Trotzdem bleibt der BMI das weltweite Screening-Werkzeug — preiswert, reproduzierbar und vergleichbar. Diese Seite liefert eine reine Berechnung mit den WHO-Grenzwerten und ist ausdrücklich keine medizinische Beratung.
Im metrischen System ist der BMI das Gewicht in Kilogramm dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Das US-imperiale Pendant nutzt die Konstante 703, um Pfund und Zoll in dieselbe dimensionslose Größe zu bringen. Der gesunde Gewichtsbereich ergibt sich, indem man die BMI-Grenzen 18,5 und 24,9 mit dem Quadrat der eigenen Körpergröße multipliziert.
BMI (metric) = weight_kg / (height_m)^2
BMI (imperial) = (weight_lbs * 703) / (height_in)^2
Healthy weight = 18.5 .. 24.9 * (height_m)^2
Example: 1.75 m
low = 18.5 * 1.75^2 = 56.7 kg
high = 24.9 * 1.75^2 = 76.3 kg
Fünf typische Konstellationen, jeweils mit BMI, Kategorie und gesundem Gewichtsbereich:
Verlasse dich nicht auf den BMI bei Bodybuildern, Kraftsportlern, Hochleistungssportlern, Schwangeren, Kindern unter 18 Jahren, sehr großen oder sehr kleinen Menschen (unter 1,50 m oder über 2,00 m) sowie bei Personen mit Wassereinlagerungen, Amputationen oder bestimmten chronischen Erkrankungen. Auch bei älteren Menschen ab etwa 65 Jahren empfehlen WHO und nationale Leitlinien einen etwas höheren Normalbereich (BMI 22 - 27), weil ein moderates Gewichtspolster mit besserer Überlebenswahrscheinlichkeit korreliert. Für Kinder gibt es separate BMI-Perzentilen nach Alter und Geschlecht. Diese Seite ist eine informative Berechnung und ersetzt keine ärztliche Diagnose; bei gesundheitlichen Bedenken sprich mit deinem Hausarzt oder einer Ernährungsberatung.